lift - Wir führen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen (wieder) an das Erwerbsleben heran

 

lift - Wir führen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
(wieder) an das Erwerbsleben heran

1. Idee und Angebotsspektrum

Die Arbeitsgelegenheit „Lift" verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz geleitet von dem Ziel, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen (wieder) an das Erwerbsleben heranzuführen. Unter Berücksichtigung der ganz individuellen Voraussetzungen und Erwerbsbiografien der TeilnehmerInnen erarbeitet ein Team aus PraktikerInnen (FachanleiterInnen verschiedener Gewerke), PädagogenInnen und TherapeutenInnen mit den TN gemeinsam einen realistischen Weg in deren berufliche Zukunft und unterstützt sie bei der Umsetzung der Teilschritte.

Die MitarbeiterInnen

Die beschriebenen Inhalte unterstützen den Casemanagementprozess zwischen der Integrationsfachkraft des jobcenters Flensburg und den TeilnehmerInnen mit dem Ziel einer erfolgreichen und stabilen Teilnahme an der Arbeitsgelegenheit Lift.

2. Zielgruppen und konzeptioneller Rahmen

Zielgruppen

Menschen im Leistungsbezug des SGB II, die in Flensburg leben und psychische Beeinträchtigungen oder Erkrankungen aufweisen. Dazu zählen unter anderem:

Menschen mit schweren Suchterkrankungen und akuten Psychosen können in der Regel durch die Arbeitsgelegenheit „Lift“ nicht erreicht werden. Vor dem Hintergrund der Komplexität der Zielgruppe ist eine sorgfältige, fachlich fundierte Eingangsdiagnostik (Fallkonferenz unter Beteiligung des begleitenden Facharztes) zu Maßnahmebeginn ein wesentliches Integrationsmerkmal. Inwieweit eine ausreichende Teilnahmeeignung besteht, erfahren Sie über die Integrationsfachkräfte des jobcenters Flensburg oder in einem unverbindlichen Informationsgespräch durch unsere MitarbeiterInnen. Die Integrationsfachkräfte des jobcenters Flensburg planen mit den TeilnehmerInnen deren Arbeitseinsatz und weisen in die Arbeitsgelegenheit Lift zu.

Verlauf

Der idealtypische Maßnahmeverlauf umfasst folgende Schwerpunkte, die durch regelmäßige Fallkonferenzen aller Prozessbeteiligten (bequa, Facharzt, jobcenter) begleitet werden:

  1. Beratungsphase-Eingangsdiagnostik: Gemeinsames Erarbeiten eines Integrationsplans mit den TeilnehmerInnen sowie vertiefende Erfassung personaler Rahmenbedingungen (z. B. Schulden, Wohnsituation und Lebensverhältnisse, Gesundheit, abweichende Verhaltensweisen).
  2. Diagnostische Phase in der Arbeits- und Belastungserprobung/Überprüfung von Schlüsselqualifikationen.
  3. Regelmäßige Überprüfung des Zielerreichungsgrades (Fallkonferenz mit allen Prozessbeteiligten) und Fortschreibung des Integrationsplans.
  4. Integration der TeilnehmerInnen in die geplanten Arbeitsgelegenheiten, idealerweise mit realen betrieblichen Strukturen in sozialen Institutionen und Betrieben (Unterstützung der TeilnehmerInnen unter u. a. durch enge Betreuung im Betrieb und gezielte Qualifizierungsmodule unter Berücksichtigung von betrieblichen Integrationsmöglichkeiten).
  5. Integration in betriebliche Praktika/Verstärkung von Bewerbungsaktivitäten.
  6. Reflexion des Beschäftigungsverhältnisses unter Berücksichtigung der besonderen psychischen Belastung.

Lift bietet seinen TeilnehmerInnen den praxisbezogenen Erfahrungsraum für eine (Re-)Integration in Arbeit und unterstützt damit deren durch die Integrationsfachkräfte des jobcenters Flensburg gesteuerten Eingliederungsprozess. Die Teilnahme an Lift entbindet nicht von anderen Verpflichtungen gegenüber dem jobcenter Flensburg.

Dauer der Teilnahme

Die Regelteilnahme soll 10 Monate betragen. Es werden Förderberichte nach 3 sowie nach 9 Monaten erstellt. Je nach Integrationsziel und in Absprache mit der zuständigen Integrationsfachkraft kann die Verweildauer in der Arbeitsgelegenheit verlängert werden.

Wochenarbeitszeit

Die Wochenarbeitszeit richtet sich nach den individuellen Voraussetzungen sowie dem Grad der Integrationshemmnisse der TeilnehmerInnen. Stufenmodelle sind je nach individueller Belastbarkeit der TeilnehmerInnen oder etwaigen Verpflichtungen (z.B. Kinderbetreuungszeiten) ausdrücklicher Bestandteil des Konzepts. Die tatsächliche Wochenarbeitszeit wird von den Integrationsfachkräften des jobcenters Flensburg festgelegt; sie beträgt zwischen 15 und 30 Stunden pro Woche.

Projektkoordination und pädagogische Begleitung


bequa Flensburg

Anastasia Peters
Nikolaistraße 3
24937 Flensburg

Telefon: 0461.1503-232 
Fax: 0461.1503.100
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