ZAPP: Junge Menschen aus der Neustadt haben eine Chance

Das Projekt ZAPP - Zielgruppen und Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit

Ausgangssituation

In einer sich rasch verändernden Arbeitswelt haben es viele Jugendliche schwer, sich zu orientieren und zu behaupten; dies gilt ganz besonders für Jugendliche ohne oder mit einem schwachen Schulabschluss. Aber selbst wenn die Jugendlichen über ein gewisses Fach- und Grundwissen verfügen, fehlt vielfach die nötige Arbeits- und Ausbildungsreife, wesentliche Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen, Konfliktfähigkeit und nicht zuletzt Teamfähigkeit konnten ihnen in ihrer Lernbiographie nicht vermittelt werden.

Projektidee und Zielsetzung

Natürlich verfolgt auch „ZAPP“ das Ziel, Jugendliche zu aktivieren, zu motivieren und zu qualifizieren, um damit die Voraussetzung zu schaffen für eine Integration in Ausbildung, Arbeit, weiterführende Schulen oder andere, sich anschließende qualifizierende und berufsvorbereitende Bildungsangebote. Dennoch geht „ZAPP“ auch ganz neue Wege - elementare Schlüsselqualifikationen und Sekundärkompetenzen werden durch angeleitetes praktisches Erfahren und Erleben gefördert und erweitert:

Zielgruppen

Zielgruppen unseres Projektes sind Jugendliche aus Flensburg in der Regel zwischen 15 und 18 Jahren mit häufig mehrfachen Beeinträchtigungen, z. B. durch:

Geschlechterspezifische Ansätze

Vor dem Hintergrund der individuellen Lebensbiographien der TeilnehmerInnen sowie in der Zielgruppe vielfach tradierter Rollenmuster arbeitet „ZAPP“ geschlechtersensibel. Dort, wo es erforderlich ist, werden einzelne Trainingseinheiten in nach Geschlechtern differenzierten Gruppen durchgeführt.

Kooperation

Das Projekt „ZAPP“ ist ein Angebot der bequa Flensburg in Kooperation mit otis - outdoortraining & indoorseminare (siehe Graphik).

Inhalte – Methoden – Verlauf

Das Angebotsspektrum der Projektarbeit ist in seinen Inhalten, seinem Verlauf sowie seinen methodischen Ansätzen in der nachfolgenden Graphik zusammengefasst. Die individuelle Projektteilnahme wird in der Regel 12 Monate betragen. Die konkrete Ausgestaltung aller Teilmodule orientiert sich an den individuellen Voraussetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Projekthaus“

(Schaffen einer Tagesstruktur)

Gruppenfindung/Projektidentifizierung

(Vertrauen in der Gruppe als Grundlage der offenen Kommunikation)

Qualifizierung: Vermittlung von handwerklichen Grundkenntnissen

Problemanalyse / Hinderungsgründe

(Sucht, Schulden, Wohnungsnot…)

Verantwortung/Verhalten im Gruppenprozess

(Eigenes Verhalten und Handlungsalternativen: Selbstbild-Fremdbild)

Entwicklung realistischer Zukunftsperspektiven
(Schule, Beruf, Ausbildung)

Externe TeilnehmerInnenbegleitung

(Lebensplanung/Beratung, Therapie, Förderunterricht, Selbstbehauptungstraining)

Stärkung individueller Kompetenzen

(Entwicklung persönlicher Ressourcen und Potenziale sowie Erkennen eigener Stärken und Schwächen)

Soziales Engagement: Stadtteil übergreifende gemeinnützige Arbeit

Sozialpraktikum/Projektarbeit

(Kooperationen mit Vereinen und öffentlichen Einrichtungen)

Kommunikation und Teamarbeit

(gemeinsames Projekt z.B. mit Auszubildenden und Betrieben)

Betriebsbesichtigungen, Kontakt zu anderen Projekten, Schulen …

Berufsberatung durch Agentur für Arbeit

(Perspektiven, offene Stellen, Ausbildungsplätze)

Persönlichkeitsstärkung und -qualifizierung

(Werte und Normen, Auftreten, Durchhaltevermögen)

Praktikum / Arbeitstraining

intensives Bewerbungstraining

(Erstellen von Bewerbungsmappen/Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche)

Ansprechpartner

Manuela Irrgang
„Projekthaus“ ZAPP
Neustadt 23
24939 Flensburg

Telefon: 01637349351 oder 017688182418
Fax: 0461.1503.100
m.irrgang@bequa.de

Arbeitsgemeinschaft Flensburg, Ministerium für Justiz, Arbeit und EuropaStadt Flensburg

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